Antwort auf „Wenn ich mal groß bin“ (von Ja)

Liebe Nadja,

 

als ich gestern deinen Post gelesen habe habe ich erst einmal zustimmenden genickt. Erwachsen sein…pff. Aber nachdem ich da jetzt etwas länger drüber nachgedacht habe muss ich dir leider widersprechen.

Wenn ich mein 30ig-jähriges Ich mit meinem 17jährigen Ich vergleiche, dann haben wir nicht mehr viel gemeinsam. Meine heutigen Gedanken drehen sich nicht mehr um die nächste Party, ob der coole Junge aus der Clique mich cool findet und wie ich meinen Eltern die schlechten Noten erklären soll. Statt dessen denke ich darüber nach was ich diese Woche kochen soll, wie ich Gemüse in mein Kind bekomme und die Obstflecken aus den Klamotten. Ich fürchte also ich bin tatsächlich erwachsen geworden.

Was ich aber nicht geworden bin und niemals werden möchte ist „alt“. Ich liebe die Momente wenn wir zu dritt durch die Küche tanzen oder einen Wettstreit machen wer am lautesten schreien kann. Ein paar meiner schönsten Kindheitserinnerungen sind Situationen in denen meine Eltern mit mir albern waren. Diese Momente sollte man ausleben und das nicht nur unbedingt heimlich im Auto oder wenn keiner hinsieht. Diese Momente sind pure Lebensfreude in denen man diese ganzen Pflichten mal hinter sich lässt die das Leben nun mal mitbringt wenn man „erwachsen“ wird. Ich will auch mit 80 noch die Musik laut drehen und durch die Küche tanzen!

 

Bildrechte:

„Folk dances“ by Ignas Kukenys from Vilnius, Lithuania – Flickr. Licensed under CC BY 2.0 via Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Folk_dances.jpg#mediaviewer/File:Folk_dances.jpg

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