Pfannkuchen, die Erste (von Ja)

Meine Liebe zu Pfannkuchen hat früh begonnen mit den Apfelpfannkuchen meiner Großmutter. Die waren dünn, in viel Butter gebacken und mit einer dicken Zuckerschicht. Außerdem gab es bei uns dicke Pfannkuchen als Beilage zur Suppe und als Nachtisch die Reste mit Zucker. Und dann gab es natürlich noch die „Pfannkuchenmühle“. Ein Restaurant in das ich am liebsten jeden Tag wollte. Ich glaube ein einziges Mal konnte ich meine Eltern überzeugen mit mir dort hin zu gehen und es gab einen Pfannkuchen mit heißen Kirschen und Vanilleeis und ich war im siebten Himmel.

Im Studium lernte ich durch meinen Mann, dass Pfannkuchen nicht unbedingt süß sein müssen sondern auch durchaus deftig gegessen werden können. Nach der Studentenzeit gerieten sie dann ein wenig in Vergessenheit. Irgendwie gab es so viele andere Dinge zu kochen.

Dann wurde vor zwei Jahren meine Tochter geboren und wie es in den schlauen Büchern steht wollte ich ihr nach vier Monaten das erste Mal Brei servieren. Ich kaufte ein extra Gerät was Gemüse schonend dämpft und dann fein püriert, Formen zum Brei einfrieren, Babylöffel und ging auf die Jagd nach Pastinaken (im Sommer keine einfache Aufgabe). Dann kam der große Tag und nachdem wir es geschafft hatten einen Löffel in das Kind zu bugsieren war Ende. Feierabend. Der Mund ging nicht mehr auf. Nicht auf dem Schoß, in der Wippe oder im Hochstuhl. Nicht mit eigenem Löffel, nicht mit Obstbrei, nicht bei den Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten. Nie hatte man ein Kind gesehen, dass so schön den Mund zusammenkneifen kann wie unsere Tochter. Was nun? Vor meinem geistigen Auge sah ich mich noch die nächsten zwei Jahre voll stillen. Eine Vorstellung die mir gar nicht gefiel. Also beschäftigte ich mich mit Fingerfood für Babys und da tauchten Sie wieder auf. Die Pfannkuchen.

Neben Gurkensticks wurden sie zum Grundnahrungsmittel in unserem Haushalt und sind es dann auch geblieben. Allerdings inzwischen in vielen Varianten. Süß und deftig, aus dem Ofen, der Pfanne, überbacken. Pfannkuchen sind einfach unglaublich vielfältig und es lässt sich in allen Varianten immer etwas Gemüse reinschmuggeln.

Deswegen werde ich euch in den nächsten Wochen meine Lieblings-Pfannkuchenrezepte vorstellen. Heute also das erste:

Überbackene Möhrenpfannkuchen mit Brokkoli und Frischkäsesauce.

Hört sich erst einmal etwas speziell an, ist aber super lecker und erinnert laut meinem Mann ein wenig an Cannelloni.

Man braucht für den Teig:

150 g Mehl
3 Eier300 ml Milch
2 geraspelte Möhren

Aus den Zutaten einen glatten Teig rühren. Ich habe um der Sache einen leichten Kick zu geben noch Curry mit in den Pfannkuchenteig getan und etwas Salz. Danach die Pfannkuchen in Pflanzenöl ausbacken.

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Für die Sauce:

2 EL Butter
2 EL Mehl
300 ml Milch
100 g Frischkäse

Die Butter im Topf erhitzen, das Mehl und die Milch unter rühren dazu geben und aufkochen lassen. Dann den Frischkäse unterrühren und abschmecken mit Salz und Pfeffer.

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Für die Füllung:

Einen Brokkoli putzen und in Röschen teilen. Dann in Salzwasser bissfest garen und abschütten.

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Jetzt etwas Sauce auf dem Pfannkuchen verteilen, Brokkoli drauflegen und das ganze einrollen und in eine Ofenform legen.

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Am Ende die restliche Sauce über die Pfannkuchen verteilen und mit etwas geriebenem Käse bestreuen. Bei 200 Grad für 20 Minuten backen.

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