Und? Wie lief der Januar so? (von Na)

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Ich bin eine Frau. Und was macht „Frau“, wenn der Raclette-Geruch und die Fondue-Schwaden aus der Bude gelüftet, der Neujahrskater verblasst und das Schlafdefizit der Feiertage ausgeglichen ist? Richtig, Sie befindet, dass sich nun aber mal was ändern muss. Mal wieder. Sich zum Jahreswechsel offiziell gute Vorsätze zu nehmen, ist irgendwie aus der Mode gekommen. Aber irgendwie, ist es doch trotzdem so, dass es spätestes Mitte Januar anfängt in den Fingern zu kribbeln. Die Welt muss sich ändern. Sie muss fitter, gesünder, leichter, konsequenter werden. Mehr Obst und Gemüse, weniger Zucker, jetzt endlich mal was für den Rücken tun, Yoga anfangen, wieder lesen, mehr mit den Kindern raus gehen, etwas für sich selber tun… Ich sollte, ich müsste, ich könnte.

Ich bin auch so ein Neujahrsopfer. Januar ist der Monat, der meisten Anmeldungen in Fitnessstudios …ach schau an, „Frau“ ist also doch gar nicht so anderes, als die Anderen. Aber warum fühlen wir uns immer alle so unwohl in unsere Haut? Vielleicht weil der Mensch an sich zum unzufrieden sein neigt? Sonst würden wir vielleicht noch in Höhlen wohnen, wenn wir das nicht auch irgendwann irgendwie suboptimal empfunden hätten. So gesehen also eigentlich gar keine solo schlechte Eigenschaft. Leider geht die Sache eigentlich zu 90 % in die Hose, nicht weil wir eben chronisch unzufrieden, sondern auch noch größenwahnsinnig sind und uns einfach, für uns, unrealistische Ziele setzen. Mit Vollgas gestartet und dann irgendwann einen Wildunfall mit dem inneren Schweinehund gehabt. Und anstatt nach dem Unfall einfach wieder weiter zu machen, reißt wieder der Alltag ein, die Inkonsequenz, das normale Leben eben. Und irgendwann werden die Tage auf einmal wieder kürzer, es weihnachtet sehr und zack, ist schon wieder Januar und irgendwie hat sich gar nichts geändert. Also lieber die eigenen Ansprüche herunterschrauben, die Ziele vielleicht mit voller Absicht nur mal „halb“ durchziehen?! Ein bisschen gesünder, ein bisschen mehr Bewegung, ab und an weniger Zucker, das hat doch auf Dauer viel mehr Wirkung, als von Null auf Hundert in 3,2 Sekunden und dann aber genau so schnell wieder zurück, dafür aber mit doppelt so schlechter Laune und der Gewissheit (wieder) versagt zu haben.
Also vielleicht mal bisschen halblang machen. Ich werde mal versuchen ein bisschen mehr auf die Ernährung zu achten und ein bisschen ins Fitnessstudio zu gehen (also nicht nur die Beträge zu zahlen) ….ach ja und ne Yogamatte hab ich mir auch bestellt und irgendwie sollten diese 5 kg da auch noch in Angriff genommen werden…hmmmm…. So ein bisschen halt.

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