Was wäre wenn….ich auch! (von Na)

Das Was wäre wenn Spielchen″ scheint ja weiter verbreitet zu sein, als ich angenommen habe 🙂

Entscheidungen! Sie sind mein Problem. Ich treffe sie extrem ungern. Selbst wenn ich im Restaurant etwas zu Essen bestellen will, komme ich ins schlingern. Deswegen liebe ich im Übrigen Restaurants, die Ihre Speisekarte online haben, damit ich mich zu Hause dann schon heimlich, seelisch und geistig vorbereiten kann, aber das ist ein anderes Thema.

Es gibt Sie einfach diese Tage, da stellt man alles irgendwie in Frage. War es richtig, Dies zu tun, war es falsch, Jenes nicht getan zu haben …
In Momenten, in denen man unzufrieden oder unglücklich ist, ist das Gras immer grüner in Nachbars Garten. Ich glaube, das ist schon wieder so ein Ding in Sachen chronischer Unzufriedenheit der Menschen. Wir haben ein Problem damit, glücklich zu sein. Ich habe lange für einen extrem reichen Menschen gearbeitet, der sich Yachten, Häuser und Flugzeuge kaufen konnte und dies auch tat. Man sollte meinen, dass die Sonne solchen Menschen doch …na sagen wir, exklusiv noch heller scheinen müsste. War er glücklicher als ich? Gut, er wird ein paar Sorgenfalten weniger haben, falls die Kinder kostspielige Hobbys haben oder teure Privatschulen besuchen möchten, aber er hatte genauso wie ich und auch genauso oft, wie ich, schlechte Laune oder war wegen irgendwas unzufrieden. So können wir mal wieder altklug die schönen alten, aber zeitlosen Sprüche á la „ Geld macht nicht glücklich“ bestätigen. (Denken uns aber insgeheim gleichzeitig, dass doch ein paar Stellen mehr auf dem Konto ganz schön schön wären und uns sehr wohl auch etwas zufriedener machen würden …).
Ich glaube, wir Menschen haben oft ein Problem mit Entscheidungen, dem Glücklich und/oder dem Zufrieden sein, weil der Inhalt unseres Lebens mehr nach dem „Ursache-Wirkungs-Prinzip“ funktioniert. Ich nehme die Fernbedienung, drück auf „An“ und der Fernseher geht an. Punkt. Geht er nicht an … Doof, aber kalkulierbar. Batterien leer. Batterien auswechseln, auf „An“ drücken und der Fernseher geht an. Punkt. Geht er immer noch nicht an: Fernseher kaputt. usw.usw.
Alles was zwischenmenschlich bei uns passiert, was Gefühle und Emotionen auslöst oder beinhaltet, funktioniert aber eben gar nicht so, deswegen geraten wir dabei wahrscheinlich auch so ins Schwanken. Bei solchen Dingen gibt es immer fürchterlich viele Wege, Drehungen und Wendungen, wie es verlaufen kann und weil wir das nicht greifen können warten wir oft auf irgendwelche „Zeichen“ …wir warten eben auf die Wirkung unserer Ursache, auf das „An“.
Und dann passiert etwas im Leben.
Und es sind oft leider die traurigen Dinge. Menschen werden uns genommen, Unfälle geschehen, Krankheiten diagnostiziert.
Wir treten auf einmal einen Schritt neben uns und sehen kurz das Ganze …nicht die ganzen kleinen und großen Probleme, die wir haben oder meinen zu haben. Wir merken auf einmal, dass wir dankbar sein können und auch sein sollten, für das, was wir vielleicht haben. Wir nehmen uns vor, mehr im Hier und Jetzt zu sein, zufriedener zu sein, mehr zu lachen und zu atmen. Inne zu halten und den Menschen, die wir lieben, dies auch zu zeigen und zu sagen. Kurz sind die Dinge klarer, als sie es vorher waren. Das Leben hat uns unser „AN“ geliefert. Damit können wir arbeiten, das verstehen wir. Der Mensch muss oft erst „auf die Nase fallen“ bis er etwas versteht, sagt man so schön. Leider haben wir gelernt, nicht nur schnell wieder aufzustehen … sondern auch viel zu schnell wieder weiter zu gehen.

 

 

(Bild:Rechte:WDR/Mauritius)

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